
Willkommen zum SEO-Leitfaden!Wer eine Website betreibt, freut sich über eine möglichst gute Platzierung eben dieser bei den großen
Suchmaschinen, um viele Besucher auf seine Homepage locken zu können. Wie aber kann man als Webmaster dafür
sorgen, dass die Suchmaschinen die eigene Website als besonders relevant erkennen?
An den verschiedensten Stellen im Internet finden sich gute Informationen dazu, wie man als Webmaster seine
Internetseite dazu möglichst suchmaschinenfreundlich gestalten kann. Leider sind die Tipps aber oft nicht
auf einer Website konzentriert, sondern müssen zusammengesucht werden, wenn man denn überhaupt weiß, nach
was genau man suchen muss.
Mit diesem SEO-Leitfaden möchte ich Ihnen einen allgemeinen Überblick über Methoden zur
Optimierung Ihrer Website geben, wobei ich mich auf seriöse Arten der On-Page-Optimierung
beschränkte. Darunter versteht man Veränderungen des Inhalts oder der Struktur Ihrer Website. Es geht hier also
nicht z.B. um den Einkauf möglichst rankingstarker Backlinks zu Ihrer Website (Off-Page-Optimierung),
sondern um eine bessere Ausschöpfung des Potenzials Ihrer Inhalte. Inhaltsverzeichnis
Vorabinformationen:
SEO ...? - Oder: Gute SEO, schlechte SEODas Akronym SEO, das im Zusammenhang mit der suchmaschinenfreundlichen Gestaltung von Websites immer wieder
Erwähnung findet, steht für Search Engine Optimization (zu Deutsch:
Suchmaschinenoptimierung - Welch Überraschung! Cloaking - fragwürdige "Optimierung"
SEO = Stochern im Dunkeln? - Naja, nicht ganz.Unabhängig davon, ob man dieses Wissen seriös oder unseriös verwenden möchte, muss man zunächst feststellen, worauf die Suchmaschinen bei einer Website überhaupt achten. Für die Einschätzung einer Website spielen je nach Suchmaschine unterschiedliche Faktoren eine mehr oder weniger wichtige Rolle, die sich ganz genau in der Regel nicht einschätzen lässt, weil die Betreiber der Suchmaschinen ihre Algorithmen wie Staatsgeheimnisse hüten. Von den folgenden Merkmalen wird in den einschlägigen Quellen aber glaubhaft angenommen, dass sie von Suchmaschinen zur Bewertung einer Website herangezogen werden. Es gibt im Übrigen auch zahlreiche Tests / Studien, die von "Suchmaschinenerkundern" durchgeführt worden sind, um herauszufinden, worauf Suchmaschinenalgorithmen achten. Im Folgenden werden die Kriterien vorgestellt, von denen man sich relativ sicher ist, dass sie - je nach Suchmaschine - von Bedeutung sind. 1. Schlüsselwörter / Keywords innerhalb der WebsiteJe häufiger und je prominenter platziert eine Website die Schlüsselwörter enthält, nach denen die Websurfer
suchen, desto höher wird die Website bewertet. Betreibt man beispielsweise eine Internetseite über Kartoffelkäfer,
so sollten der Begriff „Kartoffelkäfer“ sowie verwandte Wörter möglichst oft auf der Website und in
möglichst hervorgehobener Form vorkommen. Wichtige Schlüsselwörter sollte man mit dem HTML-Tag
<strong>...</strong> besonders hervorheben. Dieser entspricht standardmäßig in den meisten Browsern
von der Darstellungsweise dem klassischen <b>...</b> (bold / fettgedruckt) Tag, wird angeblich jedoch
von manchen Suchmaschinen höher bewertet, da damit eine inhaltliche Hervorhebung („Wichtige Stelle!“)
anstelle einer bloßen Formatierung („fettgedruckt!“) zum Ausdruck kommt. Das Erscheinungsbild des Tags
lässt sich übrigens auch über CSS beeinflussen:
/* CSS-Formatierung */ 2. Der Text - „Auch was Geschriebenes forderst du Pedant?“Wer wichtige Homepageinhalte in Grafiken oder Flash-Animationen vorhält und diese einbindet, tut sich in Sachen
Suchmaschinenoptimierung i.d.R. keinen Gefallen. Die Suchmaschinencrawler können die Inhalte der Bilder nämlich
nicht wie ein Mensch erfassen und zur Bewertung heranziehen. Was auf einem Bild zu sehen ist, weiß der Crawler
nicht, sodass es für ihn belanglos ist. Daher sollten Sie wichtige Informationen immer als Text auf Ihrer Website
veröffentlichen, auch wenn die Gestaltungsmöglichkeiten damit unter Umständen eingeschränkter sind. Den Faustschen
Vorwurf „Auch was Geschriebenes forderst du Pedant?“ wird zwar manch ein Flash-ophiler Webmaster den
Suchmaschinen machen, allein nutzen wird es nichts. 3. Der richtige Umgang mit BildernVon modernen Websites sind Bilder allerdings nicht wegzudenken. Nicht bebilderte Websites, die lediglich Text enthalten, wirken unzeitgemäß und verschrecken die „Online-Laufkundschaft“. Damit man auch aus seinen Bildern bzw. Grafiken Kapital schlagen kann, sollte man Bildunterschriften bzw. die ALT-Eigenschaft des <img>-Tags verwenden: <img src="schokolade-gruene-kuh.jpg" alt="Foto einer Tafel Schokolade mit grüner Kuh"> Dank der Alt-Eigenschaft, die für den Websurfer nur eine untergeordnete Rolle spielt, kann die Suchmaschine das Bild einordnen. Auch der Dateiname des Bildes spielt eine Rolle. Dieser sollte nach Möglichkeit den Inhalt des Bildes kurz und knapp beschreiben. Dann kann auch er zur besseren Bewertung des Bildes beitragen. Statt eines bedeutungslosen Namens wie pict0001.jpg sollte man also im zuvor dargestellten Beispiel unbedingt etwas wie schokolade-gruene-kuh.jpg als Dateinamen verwenden. 4. HTML-Kopfdaten (Meta-Tags) nutzenIn HTML
hat man die Möglichkeit, verschiedene Zusatzinformationen zu einem Dokument zu hinterlegen. Durch diese sog.
Meta-Tags, die in der <head>...</head> Sektion eines HTML-Dokuments zusätzlich zum
elementar wichtigen <title> Tag eingefügt werden, können Programme wie die Suchmaschinencrawler Informationen
über den Inhalt der Website beziehen, ohne den Seiteninhalt „verstehen“ zu müssen. Die wichtigsten
Meta-Tags am Beispiel einer Obst-Website sind:
<meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=ISO-8859-1">
Information über den Zeichensatz, der im Dokument verwendet wird. Dadurch wird sichergestellt, dass Sonderzeichen
wie Umlaute richtig dargestellt werden.
<meta name="robots" content="index,follow">
Erlaubt den Robots, also den Crawlern der Suchmaschinen, die Website zu indizieren (index) und den Links auf der
Website zu folgen (follow).
<meta name="language" content="de">
Zur besseren Einschätzung der Relevanz der Website für einen Websurfer sollte auch die verwendete Sprache
angegeben werden. Der durchschnittliche deutsche Websurfer wird beispielsweise wenig mit einer rumänischen
Website anfangen können, selbst wenn sie inhaltlich gut ist. 5. Frames sind Schnee von gestern.Frames, eine in den Augen vieler Webdesigner längst überkommende Webtechnologie, mögen die meisten Suchmaschinen gar nicht. Das hängt damit zusammen, dass die Hauptseite der Website in diesen Fällen lediglich das Frameset, aber keinerlei Text oder Schlüsselwörter enthält. Außerdem sind die Dokumente bei der Verwendung von Frames oft nur über ein Navigationsdokument (Navigationsframe) zu erreichen, sodass die einzelnen Seiten nur ein einziges Mal verlinkt werden und das lässt sie als unwichtiger erscheinen. 6. Interne VerlinkungenDie Einschätzung der Bedeutsamkeit eines Dokuments stützt sich unter anderem darauf, wie oft das Dokument verlinkt wird. Daher sollten Sie an geeigneten Stellen auf Querverweise innerhalb Ihres Webangebots unterbringen. Neben einer Navigation, mit der der Websurfer schnell die unterschiedlichen Bereiche der Internetpräsenz erreichen kann, sollte es innerhalb der Texte Querverweise auf andere Seiten geben. Haben Sie beispielsweise eine Unterseite zu Apfelwein geschrieben, sollten Sie, wann immer Sie „Apfelwein“ auf ihren anderen Unterseiten erwähnen, dieses Schlüsselwort auf Ihre Apfelweinunterseite verlinken. Dadurch können die Suchmaschinen das Dokument mit dem verlinkten Schlüsselwort in Beziehung setzen. Im Internet finden sich an manchen Stellen sogar Hinweise, dass Suchmaschinen Links (Verweise) innerhalb von Texten höher bewerten als solche, die abseits vom Fließtext in einer Navigation oder in der Fußzeile angebracht sind, da diese öfters für Werbezwecke benutzt werden. 7. Sprechende Namen I - Der DomainnameEin wichtiger Baustein für den Erfolg Ihres Webprojekts ist ein aussagekräftiger Domainname. Idealerweise sollte Ihre Website, sofern Sie die finanziellen Mittel dazu haben, über eine eigene Domain verfügen und nicht bloß bei einem Gratiswebspace-Anbieter z.B. unter http://users.gratis-hosting.xy/datenhalde/benutzer/mmustermann/ liegen. Diese Domain sollte nach Möglichkeit das Thema Ihrer Website abbilden. Für eine Backfisch-Homepage würden sich beispielsweise backfisch.xy, backfisch-online.xy, backfisch-und-bratfisch.xy o.ä. eignen. Sucht jemand nach genau diesen Schlüsselwörtern, so werden Websites, die eben diese Schlüsselwörter sogar im Domainnamen enthalten, meistens besonders prominent angezeigt. Wie auch bei den Schlüsselwörtern in den HTML-Kopfdaten gilt auch hier: Achten Sie bei der Domainregistrierung unbedingt auf eingetragene Marken, um Konflikte bereits im Vorhinein zu vermeiden. Wenn Sie nach preiswertem Webhosting mit günstigen Domains suchen, kann ich übrigens Top-Hoster empfehlen. 8. Sprechende Namen II - DateinamenNicht nur bei Bildern sollte bereits am Dateinamen zu erkennen sein, worum es geht. Suchmaschinen prüfen
nämlich auch den Dateinamen der HTML-Dokumente auf das Vorkommen von Schlüsselwörtern. Statt die Dokumente einer
Website also durchzunummerieren („seite1.html“, „seite2.html“, ...) sollten die Dateinamen
stets Schlüsselwörter enthalten: apfelwein.html, kartoffelkaefer.html 9. Übersichtliche SeitenstrukturDen Suchmaschinencrawlern zuliebe sollten Sie auf komplizierte Tabellenkonstrukte zur Seitenstrukturierung
verzichten. Zur Strukturierung der Website sind die Überschriften-Tags <h1> usw. sehr empfehlenswert.
Schlüsselwörter in solchen Tags sind wichtig! Generell gilt: Je einfacher eine Website aufgebaut ist, desto
besser ist das für die Suchmaschinenfreundlichkeit. Hier findet sich der Webdesigner jedoch in einer
Zwickmühle: Einerseits soll er seine Website den W3C-Standards genügend aufbauen, andererseits auf das wegen Sicherheitsproblemen in
Verruf geratene JavaScript verzichten, außerdem keine Frames und Tabellenkonstrukte verwenden und muss
nebenher auch noch darauf achten, dass die Website in den meisten gängigen Webbrowsern richtig dargestellt
wird. Das ist gar nicht einfach und selbst Experten gelingt es in der Regel nicht, alle diese Anforderungen
perfekt miteinander zu vereinbaren. 10. Schlechte Nachbarschaft vermeiden!Wenn Sie eine Linkliste auf Ihrer Website einrichten möchten, müssen Sie gleich in mehrfacher Hinsicht ziemlich aufpassen. Zum einen besteht die Gefahr, dass man Sie für Inhalte der verlinkten Websites verantwortlich macht. Der Standardspruch zur Distanzierung von den verlinkten Websites wird von einigen Experten als völlig sinnlos eingeschätzt, sodass man sich auf die schirmende Wirkung eines Link-Disclaimers nicht verlassen sollte. Andererseits wirkt es sich auf die Suchmaschinenplatzierung Ihrer Website negativ aus, wenn Sie miese Websites verlinken. Auf unseriöse Websites sollten Sie also nicht verlinken, um in keine „schlechte Nachbarschaft“ bzw. „bad neighborhood“ zu geraten, wie es im SEO-Jargon heißt. Achten Sie daher auch auf Links, die Ihre Besucher z.B. in einem Gästebuch posten. Es kommt immer wieder vor, dass Spamprogramme Links z.B. zu gewissen unseriösen Arzneimittelwebsites posten und die können sich überaus schädlich auf das Ansehen und die Bewertung Ihrer Website durch Suchmaschinen auswirken! EndeIch hoffe Sie hatten eine angenehme und interessante Lektüre und wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihrer
Homepage! Wenn Sie Anregungen oder Verbesserungsvorschläge für den SEO-Leitfaden haben oder mir einfach eine
Rückmeldung geben möchten, schreiben Sie mir doch eine E-Mail.
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